Viele können es sich vielleicht nicht vorstellen, vielleicht würden sie auch gar nicht erst so empfinden, doch für uns war es eine extreme Ehre. Für uns war es eine Ehre, nach Bonn gekommen zu sein; wir hätten es noch zwei Wochen vorher nicht absehen können. Doch auf uns sollte noch mehr warten.

In Aachen hatte sich wenig zuvor entschieden, dass unsere Gruppe nach Bonn fahren darf, um dort am Friedrich-Ebert-Gymnasium unsere Schule vertreten zu dürfen. So trafen wir uns morgens um 11:45 Uhr am Bahnhof. Wir sind hier Christopher Flesch, Erik Spindler, Ole Kesten und nicht zuletzt Frau Schramm, unsere projektleitende Lehrerin. Ohne Frau Schramm hätten wir es nicht geschafft. Frau Schramm hat uns nicht nur mit ihrem großen, gar einzigartigen Engagement für dieses Projekt begeistert, sondern ebenso mit ständiger Sorge uns motiviert und  auf Erfolgskurs gehalten.
Nachdem uns die Bahn im Stich gelassen hatte, konnten wir wegen unserer frühzeitigen Anreise in Ruhe den nächsten Zug nehmen. In Bonn angekommen, konnten wir auf unserem Fußweg zur austragenden Schule die wohl schönsten Seiten Bonns bestaunen. Angekommen, hatten wir nun noch mehr als genug Zeit. Wir haben sofort Verantwortliche angetroffen, welche uns einen Raum bereitstellen konnten, in welchem wir unsere Präsentation noch mehrfach proben konnten.  Auch wurden einige Teamfotos gemacht. Hier trafen wir auch auf unsere Kontrahenten für den Tag. Man sah allen an, dass sie ebenso wie wir voll bei der Sache waren, was die Spannung steigen ließ.

Die Jury bestand aus den folgenden Mitgliedern: Dr. Dominic C. Klemmer (Manging Director und Partner, BCG), Dr. Tom Albert, Projektleiter (AXA Krankenversicherung AG), Dr. Meike Hagemeister (Head of Finance & Commercial Management, Deutsche Telekom AG), Tobias Hartmann (Leiter Corporate Development und M&A, Vorwerk Gruppe), Marcel Uphues (Chief E-Commerce Officer, Douglas Service GmbH).

Bald wurden wir alle zum Beginn des Events gerufen. Nach einer kurzen Ansprache des dortigen Schulleiters begannen auch schon die ersten Pitches. Wir durften von verschiedenen interessanten Geschäftsideen erfahren, darunter von einem Armband, welches sexuelle Gewalt durch einen präventiven und gewaltfreien Ansatz revolutionieren wollte. Die Präsentation war so gut, dass wir uns eigentlich unseres Verlustes schon fast sicher waren. Der Ansatz, entwickelt von fünf Mädchen, war zusammen mit der noch besser recherchierten Präsentation definitiv eine beeindruckende und überzeugende Arbeit.
Nachdem, mit einer kleinen Pause dazwischen, alle Teams ihre Geschäftsideen vorgestellt hatten, zogen sich die Juroren zurück, um über den Gewinner zu diskutieren. Währenddessen konnten die restlichen Anwesenden wirklich hervorragendes Essen und einen wundervollen Frühlingabend mit wunderschöner Sonne genießen. Diese Möglichkeit wurde natürlich auch würdig genutzt, um ein Foto aller Teams zusammen zu machen. Auch der Coach eines Teams, welches wir knapp besiegt hatten, erkannte die Gunst der Stunde, und ließ  uns wissen, dass unsere Präsentation eine Katastrophe war, und uns niemand folgen konnte.
Die Spannung stieg dann aber ins Unermessliche, als die Juroren von ihrer Beratung zurückkahmen. Alle Gruppen wurden einzeln auf die Bühne gebeten, um persönliches Feedback und eine Trophäe zu erhalten. Dann wurde der Sieger verkündet; entgegen allen Erwartungen waren wir es. Wir dürfen nach München fahren. Die Halle war laut, doch das Gefühl dieses Momentes ging über den Lärm weit hinaus: Wir waren nicht laut, wir haben nicht den Applaus genossen, wir waren in München, das war das einzige, woran wir denken konnten. Wir hatten es geschafft.
Nachdem alle die Bühne verlassen hatten, gingen wir hastig nach unten zu unseren Freunden, Eltern und Frau Schramm. Wir redeten, wir jubelten und wir fielen uns in die Arme. Ein Abend, den wir alle nicht vergessen werden.

München ist der letzte Stopp, zwei Tage gratis in der BCG-Zentrale in München, wo die besten Teams deutschlandweit zusammentreffen und vor einer hochkarätigen Jury ihre eigenen Geschäftsideen vortragen dürfen. Ein Ziel, das am Anfang des Projektes nicht mehr als ein scheinbar schwachsinniges Gedankenspiel war, wurde jetzt Realität, Realität dank der stetigen Unterstützung von Frau Schramm, unseren Coaches Hans, Leonard und Max. Ebenso möchten wir uns gerne bei Frau Dr. Kölbach für die Unterstützung bei unseren Experimenten bedanken. Unsere Freude und Dankbarkeit möchten wir auch an die nächste Generation von Schülern bei Business at School weitergeben.

Christopher Flesch

Pressemittellung von business@school

BaS 2026 Bonn (1)