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2025

Nachruf auf Herrn Msgr. Helmut Poqué

Das Gymnasium am Wirteltor nimmt Abschied von seinem
ehemaligen Kollegen

Monsignore Helmut Poqué

der am 28. Februar 2025 im Alter von 85 Jahren verstarb.

Msgr. Helmut Poqué war von 1969 bis 1979 als Lehrer am GaW tätig und unterrichtete die Fächer Kath. Religionslehre und Philosophie.

Msgr. Helmut Poqué war in dieser Zeit parallel in der Seelsorge in St. Anna in Düren tätig.

In seinem Wirken an unserem Gymnasium waren ihm stets die authentische und zugewandte Begegnung mit den Menschen ein großes Anliegen, das sich u.a. in seinem seelsorgerlichen Handeln ausdrückte.

Seine Leidenschaft für die Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen im christlichen Geiste setzte Msgr. Helmut Poqué nach seiner Lehrtätigkeit bei uns am GaW als Priester im Bistum Aachen fort. Hier war er 25 Jahre als Regens des Bischöflichen Priesterseminars verantwortlich in der Ausbildung und Begleitung der Priester des Bistums Aachen. Er wurde 1992 von Papst Johannes Paul II wegen seiner Verdienste zum Monsignore ernannt.

Mit Dankbarkeit erinnern wir uns an seine Arbeit an unserer Schule!

Für das aktive und ehemalige Kollegium des Gymnasiums am Wirteltor

Dr. Claudia Fülling

(Schulleiterin)

2024

Nachruf auf Herrn Harald Nevels

Das Gymnasium am Wirteltor nimmt Abschied von seinem langjährigen Kollegen

Herrn StR Harald Nevels

der am 27. Juni 2024 im Alter von 77 Jahren verstarb.

Herr Nevels war seit dem Schuljahr 1978/79 am GaW tätig und unterrichtete die Fächer Englisch und Französisch.

Herr Nevels unterrichtete seine Fächer mit Engagement und war seinen Schülern stets zugewandt.

Mit seiner Leidenschaft für Fremdsprachen und Interkulturalität sowie Begegnungen hat Herr Nevels seit 1993 den Russlandaustausch organisiert, Bis zu seiner Pensionierung organisierte er diesen Austausch alle 2 Jahre, wobei die Hin- und Rückfahrt mit dem Zug immer ein „besonderes“ Erlebnis, speziell für die Schüler, war.

Auch im Bereich der modernen Fremdsprachen Englisch und Französisch hat sich Herr Nevels aktiv in die Gestaltung unseres Schullebens eingebracht und mit zum Gelingen unseres Sprachenzweigs beigetragen.

Mit Dankbarkeit erinnern wir uns an seine Arbeit an unserer Schule!

Für das aktive und ehemalige Kollegium des Gymnasiums am Wirteltor

Dr. Claudia Fülling

(Schulleiterin)

Nachruf auf Herrn Horst Wilhelm Roos

Das Gymnasium am Wirteltor nimmt Abschied von seinem langjährigen
Oberstufenkoordinator

Herrn StD Horst Wilhelm Roos

der am 07. Juli 2024 im Alter von 85 Jahren verstarb.

Herr Roos war seit dem Jahr 1969, zunächst als Referendar, dann auch als Studienrat und schließlich als Studiendirektor bis zu seiner Pensionierung 2003 am GaW tätig und unterrichtete die Fächer Latein und Sozialwissenschaften.

Herr Roos unterrichtete seine Fächer mit Engagement und pädagogischem Geschick und war dabei seinen Schülern stets zugewandt.

Er war maßgeblich an dem Modellprojekt zur Oberstufenreform Anfang der 1970er Jahre befasst und hat damit zur Innovation und Profilbildung unserer Schule maßgeblich mitgewirkt.

Herr Roos organisierte von 1994 bis zu seiner Pensionierung die Oberstufe mit großer Sorgfalt und Präzision sowie mit viel Geschick und Einsatzbereitschaft.

Mit Dankbarkeit erinnern wir uns an seine Arbeit an unserer Schule!

Für das aktive und ehemalige Kollegium des Gymnasiums am Wirteltor

Dr. Claudia Fülling

(Schulleiterin)

Die Schulgemeinschaft des GaW trauert um den ehemaligen langjährigen Lehrer Franz Vey,

der am 7.4.2024 verstarb. Am GaW unterrichtete er 30 Jahre Sport und Mathematik.

Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Aktive und ehemalige Kolleginnen und Kollegen, Schülerinnen, Schüler und Eltern des

Gymnasiums am Wirteltor

Die Schulgemeinschaft des Gymnasiums am Wirteltor trauert um ihren ehemaligen Kollegen und Lehrer

Georg Siehoff,

der am 13.1.2024 unerwartet verstarb.

Er arbeitete als Lehrer für Kunst und Biologie am GaW. Seine Begeisterung besonders für die künstlerische Praxis, übertrug er auf die Schülerinnen und Schüler und er hinterließ Spuren, die noch heute im Schulgelände zu sehen sind. Die Schulzeit jener, die sich für die künstlerisch-musischen Fächer interessierten, prägte er in besonderem Maße und lehrte sie, das Große im Kleinen, das Besondere im Alltäglichen zu entdecken. Regelmäßig führte er Grund- und Leistungskurse bis zum Abitur und organisierte auch außerhalb des Unterrichts mit SchülerInnen und KollegInnen Musical- und Theateraufführungen.

Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Aktive und ehemalige Kolleginnen und Kollegen, Schülerinnen, Schüler und Eltern des Gymnasiums am Wirteltor

2023

Die Schulgemeinschaft des GaW trauert um den
ehemaligen langjährigen Lehrer Ulrich Erzfeld,

der am 30.3.2023 verstarb.

Er unterrichtete von 1969 bis 2005 evangelische Religion und Englisch an unserer Schule.

Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Aktive und ehemalige Kolleginnen und Kollegen, Schülerinnen, Schüler und
Eltern des Gymnasiums am Wirteltor

Wir nehmen Abschied von unserem ehemaligen Kollegen Dieter Schwarz, der am 19.11.2023 unerwartet verstorben ist. Herr Schwarz war von 1991 bis 2013 Lehrer für die Fächer Biologie und Chemie an unserer Schule. Er engagierte sich besonders für das Fach Chemie, in dem er viele Schüler und Schülerinnen auch in Leistungskursen forderte und förderte und bis zum Abitur führte. Ehemalige, die naturwissenschaftliche Fächer studierten, betonten oft Jahre nach ihrem Abitur, wie sehr sie im Studium vom Chemieunterricht bei Dieter Schwarz profitierten.

Außerhalb des Unterrichts sorgte er als Gefahrstoffbeauftragter für die Sicherheit am GaW.

Auch nach seiner Pensionierung hielt Dieter Schwarz den Kontakt zu seinen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen, mit denen er sich regelmäßig zum Wandern und anderen Aktivitäten traf.

Aktive und ehemalige Kolleginnen und Kollegen, Schülerinnen, Schüler und Eltern des Gymnasiums am Wirteltor gedenken seiner in Dankbarkeit.

Betroffen nehmen wir Anteil am Tod unseres ehemaligen Kollegen Wolfgang Weichardt, der am 29. September 2023 verstorben ist.

Herr Weichardt war von 1964 bis 1997 Teil unseres Kollegiums und begleitete als Lehrer für Deutsch und Sport viele Schülerinnen und Schüler bis zum Abitur.

Besonders engagierte er sich in der Schülerbücherei, die er viele Jahre leitete. Seine Liebe zum Sport gab er auf besondere Weise in der Tischtennis-AG, mit der er es bis ins Finale der Schulmeisterschaften in Berlin schaffte, aber auch beim Schwimmen weiter. Außerhalb des Unterrichts und sogar noch nach seiner Pensionierung erteilte er Schwimmunterricht und nahm das DLRG-Schwimmabzeichen ab. Er war aber auch für Spaß und Geselligkeit zu haben und fuhr gerne mit seinen Kollegen zum Fußballspiel auf den Tivoli nach Aachen.

Mit Wolfgang Weichardt verliert das GaW einen bewundernswerten Kollegen und einen guten Lehrer.

Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Aktive und ehemalige Kolleginnen und Kollegen,

Schülerinnen, Schüler und Eltern des

Gymnasiums am Wirteltor

 

19. 12. 2023

Wolfgang Weichardt

Helmut war nicht nur ein empathischer Vollblutlehrer, sondern auch Musiker mit Leib und Seele. Seit dem 01. Februar 1978 arbeitete er für einen Monat als Referendar und ab 01. März 1978 als Studienrat z.A. am Gymnasium am Wirteltor. Zum 31. Dezember 2000 wurde er in den Ruhestand versetzt.

Als einer der wenigen im Kollegium des GaW war er nicht nur in der Lage, den Dürener Dialekt seiner Schüler*innen und Kolleg*innen zu verstehen, sondern auch zu sprechen. Davon zeugt nicht nur seine über 30jährige Zugehörigkeit als Sänger und Gitarrist bei den „Schweesfööss“, wo er nach dem Selbstverständnis der Gruppe als „MundARTist“ tätig war. Nach einem schweren Unglück, das ihn 1999 aus dem aktiven Schuldienst zwang, kämpfte er sich wieder zurück – nicht nur auf die Bühne, sondern auch an die Uni. Sein nie erloschenes Interesse an Schülerinnen und Schülern, die sich in besonderen Lebenslagen befanden, ließ ihn an der Universität zu Köln seine Dissertation zum Thema „Migration und Migrant(innen) im Schulbuch: Diskursanalysen nordrhein-westfälischer Politik- und Sozialkundebücher für die Sekundarstufe I (Interkulturelle Studien)“ einreichen. Bewundernswert ist seine nicht nur in diesem Zusammenhang kämpferische Haltung zur Überwindung aller Einschränkungen, die ihn nach seinem Unfall beeinträchtigt hatten. Ehrgeizig und kampfstark war der Fan des 1. FC Köln auch in seinem Spiel auf dem Fußballplatz, bei dem ihn der schon erwähnte Schicksalsschlag ereilte. Dieser hat sein Interesse für die politischen, aber auch für die alltäglichen Probleme unserer Zeit und sein Einfühlungsvermögen für die Belange von Schüler*innen und Kolleg*innen nicht erlahmen lassen, sondern eher noch gesteigert. Besonders in den Fächern Geschichte und Sozialwissenschaften waren seine Meinung und sein Ratschlag bei vielen Kolleg*innen immer noch gefragt. Mit Helmut Geuenich verliert das GaW einen bewundernswerten Kollegen und die Stadt Düren einen engagierten Bürger.
Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Aktive und ehemalige Kolleginnen, Kollegen, Schülerinnen, Schüler und Eltern des Gymnasiums am Wirteltor

19. 1. 2023

Helmut Geuenich

2022

Wir trauern um unseren ehemaligen Schüler Lars Vogt, der am 5. September im Alter von nur 51 Jahren verstorben ist. Lars Vogt ist 1970 in Düren geboren und bestand im Jahr 1989 sein Abitur am Wirteltor-Gymnasium. Schon als Schüler machte er von sich reden, etwa durch die Aufführung des Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung“ im Rahmen eines damaligen Kunstprojekts. Bereits vor dem Abitur nahm er sein Hochschulstudium auf. Mit dem Gewinn des zweiten Platzes beim internationalen Klavierwettbewerb in Leeds startete er 1990 seine Ausnahmekarriere, die ihn als Pianisten mit den wichtigsten Orchestern Europas, Nordamerikas und Asiens zusammenbrachte. So war er unter anderem „Pianist in Residence“ bei den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle.

Er gründete das preisgekrönte Netzwerk „Rhapsody in School“, das es sich zum Ziel gesetzt hat, Schülerinnen und Schüler mit namhaften Künstlern in Verbindung zu bringen. Im Rahmen dieses Projektes war Lars Vogt auch häufiger am Wirteltor-Gymnasium zu Gast, spielte für Schülerinnen und Schüler und gab Konzerte für die Schulgemeinschaft. Unvergesslich war ein Klavierabend, den er gemeinsam mit einigen unserer Schülerinnen und Schüler im Jahre 2003 in der Turnhalle gab. Lars Vogt war trotz seiner künstlerischen Ausnahmekarriere immer bodenständig und dachte voll Dankbarkeit an seine Schulzeit und seine ehemaligen Lehrerinnen und Lehrer zurück. Als Mensch war er stets nahbar und zugewandt.

1998 gründete er das Kammermusikfestival „Spannungen“ in Heimbach. Dort traten mit den Jahren zahlreiche international erfolgreiche Künstlerinnen und Künstler auf, zu denen er ein beinahe familiäres, freundschaftliches Verhältnis entwickelte. Auch unsere Schülerinnen und Schüler waren mehrfach in Heimbach zu Gast, wo sie nicht nur bei den Kinderkonzerten zuhören, sondern im Rahmen von Konzertwanderungen auch hinter die Kulissen des Festivals schauen durften. Auch hier zeigte sich Lars Vogt als freundlicher Gastgeber, ermöglichte er doch unseren Schülerinnen und Schülern persönliche Begegnungen mit Künstlern, Probenbesuche und unvergessliche Konzerterlebnisse.

2012 erhielt er eine Professur für Klavier an der Musikhochschule in Hannover und trat die Nachfolge seines ehemaligen Lehrers Prof. Karl-Heinz Kämmerling an, zu dem er bis zu dessen Tod ein freundschaftliches Verhältnis hatte. 2019 wurde er Chefdirigent des „Orchestre de Chambre de Paris“.

Unser Beileid und unsere Anteilnahme gelten der Familie von Lars Vogt. Voll Dankbarkeit denken wir an die vielen guten Begegnungen mit diesem wunderbaren Menschen und herausragenden Künstler zurück.

Magnus Kleinebreil

7. 9. 2022

Lars Vogt

Lars Vogt zu Besuch am Wirteltor-Gymnasium 2006

Betroffen nehmen wir Anteil am Tod unserer ehemaligen Kollegin Marion Fiedler, die am 14.12. 2022 verstorben ist.

Frau Fiedler war von 1979 – 2013 Teil unseres Kollegiums und begleitete als Lehrerin für Kunst und Englisch viele SchülerInnen bis zum Abitur.

Als Fachschaftsvorsitzende für Kunst setzte sie sich mit großem Engagement für die Bedeutung des musischen Bereiches innerhalb der gymnasialen Bildung ein, sie organisierte viele Schülerausstellungen, Projekte und Aktionen auch außerhalb des schulischen Rahmens. Aufgrund ihrer kompetenten, feinfühligen Art bei der Vermittlung von künstlerischen Werten an junge Menschen gewann sie Hochachtung bei vielen Schülern, Eltern und im Kollegium.

Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren.

Aktive und ehemalige Kolleginnen und Kollegen, Schülerinnen, Schüler und Eltern des Gymnasiums am Wirteltor

Marion Fiedler

2021

Während der Sommerferien erreichte uns die traurige Nachricht, dass am 12. Juli 2021 unsere ehemalige Kollegin Margot Stiel verstorben ist.

Rüdiger Paulun, der ehemalige stellvertretende Direktor des GaW, schrieb dazu folgende Zeilen:

„Margot war im besten Sinne eine Kollegin vom (sehr guten) ‚alten Schlag‘. Eine in jeder Hinsicht ausgezeichnete Fachfrau, die in ihren Fächern Deutsch und Geschichte liebevoll streng forderte, und immer dort, wo es notwendig war, mit Hingabe förderte – und das in Zeiten, in denen die Schlagworte ‚fordern und fördern‘  noch nicht modern waren. Wenn man Vergleiche heranziehen will, so passten Margot Stiel und Herr Tankiewicz gut in ihren Stilen zusammen, sie waren auch die Leuchttürme insbesondere in der Deutschfachkonferenz.

Über das Fachliche hinaus war Margot in besonderer Weise auch sozial engagiert, selbstverständlich bei ihren Schüler*Innen, aber ebenso im Kollegenkreis, was sich in ihrer Tätigkeit im Lehrerrat deutlich dokumentierte.

Auch politisch war Margot intensiv aktiv, sie war gut bekannt, zum Beispiel mit Martin Schulz über ihre parteiliche Ortsgruppenarbeit.

Privat hat sie sich besonders über ihre Enkel gefreut und mit ihnen das gemeinsame Interesse am Fußball geteilt. Dabei war sie glühende FC-Anhängerin (obwohl in Eschweiler wohnhaft), was zu vielen intensiven Gesprächen mit mir geführt hat.

Margot Stiel erkrankte schon recht bald nach ihrer Pensionierung schwer, war aber auch immer wieder voller Lebensmut und Hoffnung, was ihre insgesamt positive Lebenseinstellung besonders kennzeichnete.“

Wir sprechen ihrem Ehemann und allen weiteren Familienangehörigen unsere herzliche Anteilnahme aus.

Margot Stiel

Am 26. März 2021 verstarb unser lieber Kollege Stephan Mauel.

Kollegium und Schülerschaft schätzten ihn für seine pädagogischen Fähigkeiten, seinen großartigen Humor und auch ganz einfach deshalb, weil er eine unverwechselbare, überzeugende und prägende Persönlichkeit in unserer Schulgemeinschaft war.

Er brachte seinen Schülerinnen und Schülern die englische und lateinische Sprache sowie die angelsächsische und die römische Kultur nahe, setzte sich aber auch weit darüber hinaus für unsere Schule ein. Mit viel persönlichem Engagement betreute er internationale Projekte, die für das Gymnasium am Wirteltor als Europaschule eine ganz besondere Bedeutung haben – insbesondere die regelmäßige Teilnahme des GaW am European Youth Parliament.

Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt seiner Frau, seinen Kindern und seiner ganzen Familie.

Wir werden ihn vermissen.

Armin Duchatsch (2. Dezember 1942 – 30. März 2021)

Beginn der unterrichtlichen Tätigkeit von Herrn Duchatsch am GaW: 4. August 1980

Pension: ab dem 1. Januar 2008

Armin Duchatsch, der „Kleine“ – wie er von vielen Kolleginnen und Kollegen genannt wurde – besaß trotz oder vielleicht auch wegen seiner geringeren Körpergröße ein unfassbar großes Herz – für Menschen, Tiere und Pflanzen.

Von den beiden Fächern, die er an der Universität zu Köln studiert hatte, Erdkunde und Biologie, hat er das Letztere eindeutig lieber unterrichtet. Das wurde nicht nur deutlich bei der seinerzeitigen Einrichtung eines Biotops zwischen Lehrerzimmer und Sportplatz, die er mit dem bei ihm selbstverständlichen außerunterrichtlichen Engagement vorantrieb – Erinnerungen an Napoléon wurden mehrmals laut. Dabei scheute er – wie mitunter auch während einer Unterrichtsstunde – vor körperlichen Motivationshilfen nicht zurück, aber immer wohl dosiert, ja geradezu liebevoll.

Seine Kompetenzen in der – nicht allein – heimischen Fauna und Flora waren unbestritten, weshalb er ein begehrter Begleiter bei Wandertagen, Exkursionen oder Schullandheimaufenthalten war. Aber auch Lehrerausflüge oder sonstige kollegiale Unternehmungen in der Natur – z.B. in Südfrankreich – hat er durch seine Kenntnisse bereichert. Unvergessen bleiben seine „Leuchtabende“, an denen er allen, die es wollten, mit Geduld und adäquater Vermittlung die Nachtfalter des Rheinlandes und der Eifel nahe brachte. Nicht nur die Falter – seine Schmetterlingssammlung im heimischen Haus in Erftstadt-Bliesheim war legendär – spielten für ihn eine große Rolle, sondern auch die Bienen, eine Zeitlang betätigte er sich als Imker und versorgte das Kollegium mit selbst geschleudertem Honig. Im Lehrerzimmer standen während der jeweiligen Erntezeit immer Pflaumen, Äpfel oder Birnen bereit. Die Sorge um die Natur und die Fürsorge für ihren Erhalt lagen ihm sehr am Herzen, dies trieb ihn immer wieder an, deren Bedeutung sowohl Kindern als auch Erwachsenen zu vermitteln, in der Schule oder bei seiner Tätigkeit beim NABU, eigentlich immer.

Die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen war ihm stets ein großes Anliegen, nicht nur in der Schule, sondern auch in den außerschulischen Aktivitäten. Das leibliche Wohlergehen des Kollegiums bei Lehrerausflügen hatte höchste Priorität. So war er auch Mitinitiator jenes Kollegensports, der der Aufrechterhaltung der Gesundheit nicht nur, aber doch vor allem der älteren Kollegen dienen sollte – von ihm scheinbar despektierlich als „Krüppelsport“ bezeichnet. Aber so war er, rau und verbal oft direkt, was von manchen auch als kauziges Verhalten interpretiert wurde, doch ein „Kumpel“ mit großer Empathie, dem seine Schüler und seine Freunde und Kollegen wichtig waren, für alle hatte er stets ein offenes Ohr, seine Hilfe war jedem gewiss.

Er verkörperte den Biologielehrer im wahrsten Sinne als Typus, nicht stromlinienförmig, sondern mit Ecken und Kanten, die aber seiner Beliebtheit keinen Abbruch taten.

Armin Duchatsch