Uns als Hausaufgabenbetreuerinnen und -betreuern kommt eine große Verantwortung zu. Wir sind nicht nur Aufsichten, sondern auch in der pädagogischen Pflicht. Deswegen durften wir am 24. April 2026 eine Fortbildung im Berufsförderungswerk wahrnehmen. Ein Tag von 08:30 Uhr bis 15:30 Uhr, gefüllt mit kreativen Reflexionsaufgaben, ausgedacht und geführt von Frau Dresia, Frau Rettwitz und Herrn Kleinebreil, an dem wir alle viel lernen konnten und nicht zuletzt viel Spaß hatten.

Der Tag startete in einem Sitzkreis. Wir redeten über Prinzipien, Regeln und Grundpfeiler der Hausaufgabenbetreuung. Danach gingen wir über in eine Gesprächsrunde mit freien Ideen, in welcher wir die Möglichkeit hatten, unsere Vorstellungen von der Hausaufgabenbetreuung auf kleine Zettel zu schreiben und uns gegenseitig vorzustellen. Zwischendurch gab es auch die eine oder andere Motivationsübung. Nach einer kurzen Frühstückspause mit bereitstehenden Getränken sowie Obst und Snacks ging es weiter mit einem Modul über Sprache. Wir bekamen Material über unsensible Sprache, über das wir in kleinen Gruppen sprachen und diskutierten.

Anschließend redeten wir gemeinsam über einige häufig genutzte Ausdrücke, welche missverstanden werden können. Präzise und wertschätzende Formulierungen verhindern, dass Kinder sich in der Hausaufgabenbetreuung unwohl fühlen. Im Anschluss bekamen wir in Gruppen von je fünf oder sechs Betreuern Rollen zugewiesen und spielten zusammen klassische Situationen im Alltag der Betreuer nach. Dieses Spiel war besonders lustig, da es nicht nur einen Wert für uns als Betreuer hatte, indem wir unsere Reaktionen in schwierigen Situationen gemeinsam überdenken konnten, sondern auch den die Kinder spielenden Betreuern die Möglichkeit gab, jenen bemitleidenswerten Betreuer an seine Grenze zu bringen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen machten wir mit Modulen über oft übersehene Teile unserer Arbeit weiter: Aufrechterhaltung der Arbeitsmoral an Tagen, an denen es wenige oder keine Aufgaben gibt; bessere Heftführung und pädagogische Auswahl des Übungsmaterials für Förderung oder Forderung der Kinder. Nachdem wir diese Inspirationen für bessere Arbeit bis ins Detail hinein mitnahmen, war es Zeit für ein weiteres, diesmal ganz von uns entworfenes Rollenspiel, in welchem wir erlebte Situationen in der HAB nachstellen konnten. Der Tag endete damit, dass wir unsere Fortbildung einmal gemeinsam reflektierten und unsere Meinung zurückmelden konnten.
Man merkte immer, wie viel Mühe in die Vorbereitung dieses Tages geflossen war. Das Material war mit Bedacht gewählt und die Module in spannender Abwechslung zwischen Gesprächsrunden, Kleingruppenarbeit und Rollenspielen gestaltet. So konnten wir an dem Tag nicht nur als einzelne Betreuer, sondern auch als ganzes Team wachsen. Wir hoffen, auch noch bei der nächsten Fortbildung dabei sein zu können.

Christopher Flesch und Mika Thelen